Katja Kettu: Wildauge

IMG_8762„Soll sie an mir festhalten, wenn auch die Welt untergeht“
„Ich bin eine ungelernte Hebamme. Ich habe auf dieser Welt ein einziges richtiges Gefühl gehabt, und das ist die Liebe, mehr ertrage ich nicht.“ Es ist das Jahr 1944, ein finsteres Jahr in der Geschichte der Menschheit, als die finnische Hebamme und der deutsche Offizier in Lappland aufeinandertreffen. Sie, die rau und hart ist wie das Land und die er Wildauge nennt, liebt ihn auf den ersten Blick: „Und gleich vom ersten Augenblick an war deine Stimme für mich Bernstein und Kienholzrauch.“ Er, der von der Nazi-Ideologie überzeugt ist und schreckliche Dinge getan hat, ist beeindruckt von der ungezähmten Frau: „Wildauge ist keine gewöhnliche Frau. Sie ist eine Naturgewalt. In ihren Handgelenken schäumt die Raserei der ewigen Berge, ihre Füße bewegen sich durch das steinige Gelände wie von einem dritten Auge geleitet.“ Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und doch scheint ihr Schicksal besiegelt. Wo Wildauge stark ist – stark genug, um Johannes in ein Todeslager zu folgen –, ist der SS-Mann schwach, er schwängert eine andere, dröhnt sich mit Betäubungsmittel zu. Auf einen Mann wie ihn ist kein Verlass – schon gar nicht in gefährlichen Zeiten wie diesen.

Katja Kettus Wildauge ist ein Feuerwerk von einem Buch, eine Maschinengewehrsalve, ein Eismeer. Es ist hart und wild und brutal und ganz wahnsinnig gut. Ich habe schon viel gelesen, sehr viel, aber niemals einen Roman von derart haltloser Sprachgewalt mit Sätzen, die mich würgen, mit Wörtern, so fremd, weil es sie gar nicht gibt. Als ich im Klappentext las, dass die Übersetzerin Angela Plöger – die hier unbedingt gewürdigt werden muss – „bisweilen eine eigene Sprache erfinden musste“, dachte ich zuerst: Jaaa, klar. Während der Lektüre habe ich aber schnell gemerkt, dass das der Wahrheit entspricht. Im Anhang werden diese sprachlichen Besonderheiten sowie die wahren Begebenheiten, auf denen das Buch beruht, erläutert. Katja Kettus Sprache ist kein festes, starres Werkzeug, mit dem sie die Welt abbildet. Es ist vielmehr umgekehrt: Die Welt, die Geschichte, der Krieg formen die Sprache, sie ist nicht sperrig, sondern gibt nach, fügt sich, findet neue Ausdrucksformen und Wörter, die nur für jenes eine Gefühl oder genau die eine Farbschattierung geschaffen wurden.

Ich habe Wildauge von jemandem geschickt bekommen, der das Buch überwältigend fand. Und es erging mir genauso. Dieser Roman ist ein Schlag in die Magengrube, ein Schleimbatzen mitten ins Gesicht, er hat Ecken und Kanten, er beißt und sticht. Dies ist nicht einfach nur „schon wieder ein Buch über den Zweiten Weltkrieg“. Es ist viel mehr, denn zum einen beleuchtet es die Ereignisse aus der eher unbekannten Perspektive Finnlands, zum anderen ist es so imposant, mutig und verrückt, dass ich es nicht mehr vergessen kann. Es hallt nach wie ein viel zu lauter Glockenschlag, von innen. Kann es in einem unmenschlichen Krieg an einem Ort, an dem Menschen andere Menschen missbrauchen, verhungern lassen und verstümmeln, so etwas wie Liebe geben? Kann an einem zutiefst vereisten Flecken Land jemals Wärme entstehen? Was Katja Kettu beschreibt, ist ein Feuer, eine Begierde, ein Getriebensein – eine Liebesbeziehung ist es nicht. Ich hetze atemlos mit Wildauge durch die Seiten, es stinkt, es wird geschossen, Menschen verrecken, und sie fühlt sich angezogen von diesem Mann, der verstörend passiv ist, der Augen und Ohren verschließt vor den eigenen Taten und tatsächlich glaubt, er hebe in einem Todeslager eine Grube aus für einen Swimmingpool. Traut euch an dieses Buch heran, wenn ihr etwas spüren wollt bei eurer Lektüre, wenn ihr euch fürchten und ekeln wollt, wenn ihr eine Axt wollt für das gefrorene Meer in euch.

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Wildauge von Katja Kettu ist erschienen im Galiani Verlag (ISBN 978-3-86971-082-2, 416 Seiten, 19,99 Euro).

High Five mit Jürgen Bauer

2013 04 09 jürgen 044Wenn ich eine Figur aus einem Roman wäre, dann wäre der Roman wahrscheinlich kein großer Verkaufserfolg. Deshalb lässt meine Autobiographie auch noch auf sich warten.

Ich ordne meine Bücher viel zu selten. Für ein ausgeklügeltes System fehlt mir leider die Konsequenz. Ich schenke Bücher auch gerne her, verkaufe sie weiter – da kommt sowieso alles durcheinander. Ein eigenes Regal hat nur meine Sammlung von Theater-Literatur.

Das Cover meines aktuellen Buchs ist eine Gemeinschaftsproduktion von meinem Verleger und mir. Ich bin sehr stolz darauf: Das in die Luft geworfene Kind symbolisiert alles, worum es auch im Roman geht: Elternschaft, die Suche nach Freiheit, aber auch die Angst, nicht aufgefangen zu werden.

Viel zu selten verwendet wird das Wort erinnerlich, wie in: „Es ist mir nicht erinnerlich.“ Man kommt sich sofort vor wie in einem Roman von Joseph Roth – oder wahlweise „Downton Abbey“ –, wenn man es verwendet. Auch gut: Näkubi. Was das heißt? „Nächster Kunde, bitte!“ Bezeichnung für den Trennstab bei Supermarktkassen. Ich arbeite seit Jahren an der Durchsetzung des Kürzels.

Das Buch meines Lebens ist „Das Kleine Ich bin Ich“ – niemand schafft es wie Mira Lobe und Susi Weigel, in einem sehr kurzen Kinderbuch die Verzweiflung und Traurigkeit einer Identitätssuche darzustellen. Aber auch die Freude – und Verantwortung –, wenn man es schließlich schafft, sich von vorgegebenen Bildern zu befreien.

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Jürgen Bauer, 1981 geboren, lebt in Wien und arbeitet am Theater sowie als Schriftsteller und Journalist. Nach seinem ersten Roman Das Fenster zur Welt ist sein zweites Buch Was wir fürchten ebenfalls im Septime Verlag erschienen (ISBN 978-3-902711-38-0, 264 Seiten, 21,90 Euro).

Emma Healey: Elizabeth is missing

IMG_8658Ich hab ganz vergessen, was ich …
Maud hat richtig viele Pfirsichdosen in ihrer Küche. Das liegt daran, dass sie, wenn sie im Supermarkt steht, vergessen hat, warum sie gekommen ist. Überhaupt vergisst Maud so ziemlich alles: dass sie gerade das Gas eingeschaltet hat, um zu kochen, wie ihre Enkelin heißt und wohin ihre beste Freundin Elizabeth verschwunden ist. Die geht nämlich nicht ans Telefon und öffnet die Tür nicht – aber sie würde doch nie verreisen, ohne Maud Bescheid zu geben. An ihrem letzten gemeinsamen Abend waren die beiden kurz davor, ein jahrzehntealtes Geheimnis zu lüften … aber was ist dann geschehen? Und was weiß Elizabeths unfreundlicher Sohn? Maud ist fest entschlossen, ihre Freundin zu finden, stößt jedoch bei ihrer Tochter Helen sowie bei der Polizei auf wenig Verständnis für ihre Verdächtigungen. Und niemand erkennt, dass Maud weiter und weiter in die Vergangenheit abrutscht, 70 Jahre zurück, in jene Zeit, in der ein Untermieter in ihr Elternhaus einzog, eine verrückte Frau durch die Straßen lief und Mauds geliebte Schwester für immer verschwand …

Eigentlich ist die Geschichte, die in Elizabeth is missing von Emma Healey steckt, recht simpel – und das Rätsel wäre leicht zu lösen. Denn alle Hinweise liegen direkt vor meiner Nase. Ich kann sie bloß nicht sehen – weil ich durch die Augen von Protagonistin Maud schaue, und Maud ist dement. Die junge Autorin hat für ihren Erstling eine ungewöhnliche Perspektive gewählt: Sie lässt die Story von einer alten Frau erzählen, die sie eigentlich nicht erzählen kann, weil sie keine Zusammenhänge mehr erkennt, sämtliche Details vergisst, Namen durcheinanderbringt und nicht mehr weiß, was sie 30 Sekunden zuvor getan hat. Und genau deshalb ist dieser Roman so originell. Wer jedoch jetzt denkt, Emma Healey würde sich in den vielen offenen Fragen und Wiederholungen verstricken, liegt falsch. Sie nutzt vielmehr den trüben Blick von Maud, um mich als Leserin nach allen Regeln der Kunst zu verwirren.

Hochgeistige Literatur ist das freilich nicht. Ich habe Elizabeth is missing im Urlaub gelesen, und dafür war es absolut perfekt. Weil es leicht und unterhaltsam ist, dabei aber durchaus ein bisschen Tiefgang hat. Denn eine Demenzerkrankung ist tragisch und traurig – für den Betroffenen genauso wie für die Angehörigen. Die Verwirrung und die Verzweiflung hat Emma Healey spürbar gemacht. Maud ist ratlos, gefangen in ihrer eigenen Welt, absolut liebenswert – und klärt trotz allem ein Verbrechen auf. Sehr gut gemacht!

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Elizabeth is missing von Emma Healey ist 2014 unter dem Titel Elizabeth wird vermisst bei Bastei Lübbe erschienen.

Neu im Bücherwurmloch: High Five!

Screen Shot 2013-09-13 at 9.48.41 PMEin Autor, fünf Gedanken
So lautet das sehr simple Konzept der neuen Interviewreihe High Five hier im Bücherwurmloch. Die Idee dazu spukte mir schon letztes Jahr im Kopf herum, doch Sophie von Literaturen ist mir mit ihrem wunderbaren „Bitte übernehmen Sie“ zuvorgekommen, und das wollte ich dann nicht sozusagen kopieren. Obwohl ich es selbst am liebsten lese. Deshalb habe ich mich für die Rubrik Lieblingsfutter auf die Lieblingsbücher verschiedenster Menschen konzentriert, doch mit dem Absturz meines Laptops ging Ende 2014 das gesamte Material dafür verloren. Nun ist es aber immer noch so, dass ich sehr gern Autoren prominenter auf meinem Blog zeigen möchte und dass nach es hier nach wie vor zu wenig menschelt. Klassische Interviews finde ich aber eher langweilig und lese sie auch selbst kaum. Daher bin ich wieder zur Short-questions-Idee zurückgekehrt, habe mir das Okay von Sophie geholt und werde in Zukunft den einen oder anderen Schriftsteller, von dem ich ein Buch rezensiert habe, bitten, fünf Satzanfänge zu vervollständigen. Das Ergebnis könnt ihr dann hier im Bücherwurmloch lesen. Und hoffentlich für gut befinden!

Urlaub #2

IMG_8657Das Bücherwurmloch lässt es sich gutgehen
Picasso! Das Meer! Tapas! Die Sagrada Familia! Bücher! Gaudì! Und das Beste: keine Kinder! Hehe. Die sind nämlich zuhause, während ich gerade in Barcelona weile und noch mehr Sommersprossen sammle.
Sonnige Grüße von Mariki

Jürgen Bauer: Was wir fürchten

IMG_8761Auf der Flucht vor sich selbst
„Das erste Mal fühlte ich die Angst, als mein Vater Kornkreise in ein Feld trat und meine Mutter mich losschickte, um ihn nach Hause zu holen, bevor die Nachbarn etwas bemerken konnten.“ Und dann beginnt die Angst allmählich sein Leben zu beherrschen, obwohl Georg noch ein Kind ist. Es geht ihm wie dem Vater, dessen Paranoia das Familienleben überschattet und der immer wieder in die Klinik muss. Doch obwohl die Eltern das Problem erkennen müssten, gehen sie alles andere als verständnisvoll und sanft mit ihrem Sohn um, sie beladen ihn mit Schuld und machen ihm ein schlechtes Gewissen, das er nie wieder loswird: Wenn du wirst wie dein Vater, sagt ihm die Mutter, bring ich mich um. Dennoch gelingt es dem erwachsenen Georg, ein halbwegs normales Leben zu führen, er heiratet und hat eine Arbeit. Bis auf dem Naschmarkt vor seinen Augen ein Mädchen von einem Auto angefahren wird und seine Paranoia endgültig durchbricht …

Der österreichische Autor Jürgen Bauer hat mit seinem zweiten Roman Was wir fürchten ein Buch geschrieben, dessen Titel Programm ist: Es geht darin um Angst. Und zwar um eine zwanghafte, unbezwingbare, völlig außer Kontrolle geratene Angst, die wir Paranoia nennen. Den Rahmen der Erzählung bildet ein Gespräch, das Georg mit einem Mann führt, von dem man nicht genau weiß, ob er ein Therapeut ist oder woher sie sich kennen. Klar wird das erst am Ende – in einer sehr genialen Auflösung. Innerhalb dieses Gesprächs kehrt Georg in Rückblicken an bestimmte Zeitpunkten seines Lebens zurück, um sie zu erzählen und die Zusammenhänge zu erklären. So berichtet er von seiner Kindheit, den Schrecken des Ferienlagers, dem Ende seiner Ehe. Und vor allem von der Angst, von den Gedanken in seinem Kopf, von seiner verzerrten Perspektive, von dem Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden, immer, nirgends sicher zu sein, nie.

Geschickt spielt Jürgen Bauer mit dem Vertrauen und der Gutgläubigkeit des Lesers: Welche Wahrnehmung ist die richtige? Ist Georg einfach nur völlig verrückt oder hat er womöglich sogar Recht? Alles ist brüchig, jeder könnte ein Lügner sein. Der Schluss wirft ein völlig neues Licht auf die Ereignisse, was ich ausgezeichnet fand – ich habe das Buch mit einem zufriedenen Lächeln geschlossen. Etwas angestrengt haben mich ehrlich gesagt die vielen Wiederholungen, die der Autor wie Mantras immer und immer wieder einbaut, für meinen Geschmack zu oft. Aber: Das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, wenn man sich erst einmal dran gewöhnt hat. Ein Vergnügen war es auch, Jürgen Bauer auf der Leipziger Buchmesse persönlich kennenzulernen, als ich sein Treffen mit Gérard Otromba gecrasht und mich ganz frech einfach azugesetzt habe. Zuvor hatte ich bereits seinen Erstling gelesen und dann meinen eigenen Paranoia-Moment gehabt: An dem Tag, an dem später meine Besprechung zu Das Fenster zur Welt online gehen würde, lag morgens das neue Buch im Postkasten. Das ich gar nicht angefordert hatte. Und der Verlag konnte ja noch gar nicht wissen, dass ich Das Fenster zur Welt rezensiert hatte. Dennoch lag ein Brief dabei, in dem mir für mein Interesse gedankt wurde. Ich fühlte mich gestalkt und verfolgt. Und das passt perfekt zu Was wir fürchten

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Was wir fürchten von Jürgen Bauer ist erschienen im Septime Verlag (ISBN 978-3-902711-38-0, 264 Seiten, 21,90 Euro).

Mehr Futter:

– „Jürgen Bauers Roman ist nicht nur ein galantes Verwirrspiel zwischen Wahn und Wirklichkeit, sondern der gelungene Beweis dafür, dass nicht alles im Leben kontrollierbar ist“, schreibt Sophie von Literaturen.
– „Jürgen Bauers Schreibstil ist dabei so fesselnd und einnehmend, dass ich das Buch in nur zwei Tagen regelrecht verschlungen habe und es kaum zur Seite legen konnte“, schwärmt Petzi von dieliebezudenbuechern.

Lisa Moore: Der leichteste Fehler

Moore_24723_MR2.indd„Es gibt Fehler, die mitten auf dem freien Feld stehen und um Liebe betteln“
David Slaney ist nach vier Jahren Haft aus dem Gefängnis ausgebrochen und auf der Flucht. Dorthin gelangt war er, weil er mit seinem Freund Hearn zwei Tonnen Marihuana von Kolumbien nach Neufundland schmuggeln wollte. In die Quere kamen ihnen der Nebel und die Fischer, von denen sie verpfiffen wurden. Nun wollen sie im Jahr 1968 einen zweiten Versuch wagen – und ausgerechnet den gleichen Coup noch einmal machen. Dabei könnte Slaney mit Jennifer, der Frau, die er liebt, und ihrer Tochter einfach fliehen und ein neues Leben beginnen. Stattdessen fährt er noch einmal hinaus aufs offene Meer, ins Hurrikangebiet, mit einem Koffer voll Geld, einem alkoholkranken Skipper und dessen Jahrzehnte jüngerer Freundin – und mit der Polizei direkt auf seinen Fersen.

Lisa Moore gehört zu den bekanntesten Autorinnen Kanadas. Für ihren dritten Roman Der leichteste Fehler hat sie sich einen jungen, charismatischen Helden erdacht – gut aussehend und verwegen. Und geldgierig. Und dumm. Von Anfang an liegt der drohende Untergang in der Luft – und es scheint klar zu sein, dass bei der zweiten Drogenschmuggelmission erneut alles schiefgehen wird. Ich möchte hineinspringen in das Buch und mich David Slaney in den Weg stellen, ihn hindern daran, sich selbst das Leben zu zerstören. Nebenfigur Patterson, der Polizist, der auf Slaney angesetzt ist, will ihn unbedingt schnappen, um befördert zu werden – und hat in den 1960er-Jahren nicht annährend die Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung, die es heute gibt. Er nutzt aber einen neuartigen Peilsender, von dem Slaney nichts ahnt. Ihm gegenüber schwanke ich permanent zwischen Mitleid und Selbst-schuld-Unverständnis.

Lisa Moore bedient sich einer überraschend männlichen Sprache, wenn ich ein so unfundiertes Adjektiv verwenden darf. Sie ist barsch, rau, geprägt von Adrenalin, Testosteron und Abenteuerlust. Zwischendrin jedoch schillert sie in den genialsten Farben und zeigt sich ebenso melodisch wie poetisch – besonders auf den ersten Seiten. Mit ihrem erstklassigen Stil hat sie mich gleich gefangen, inhaltlich kommt mir die Story zu langsam in die Gänge – es dauert ewig, bis das Schiff endlich ablegt. Zudem sind die Wendungen doch eher vorhersehbar. Dennoch bietet Der leichteste Fehler feine, niveauvolle und actionreiche Unterhaltung.

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Der leichteste Fehler von Lisa Moore ist erschienen bei Hanser Literaturverlage (ISBN 978-3-446-24723-9, 368 Seiten, 22,60 Euro).