Sophie Laguna: Lichterloh

LagunaSnack für zwischendurch – Kurzrezension

Worum geht’s?
Um Heather, die wie eine Gefangene im Haus ihrer streng religiösen Eltern lebt. Sie hat noch nie ein anderes Kind gesehen, besitzt keine Spielsachen oder Bücher, ihre Eltern berühren sie nur, um sie zu bestrafen. Doch Kochlöffel, Stift und Türknauf sprechen zu Heather, flüstern ihr zu, nach draußen zu gehen, und für kurze Zeit darf Heather sogar die Schule besuchen. Dann gewinnt der Wahnsinn ihrer Eltern erneut die Oberhand, und um sich dagegen zu wehren, muss Heather erst wachsen, mutig werden, ihre Verzweiflung in Wut umwandeln.

Hat’s gemundet?
Nun ja. Dieses Buch zu lesen, ist, wie auf Holz zu kauen. Hart. Und voller Splitter. Heathers Leben ist ein Alptraum, so voller Einsamkeit, Verwirrung und Sehnsucht, dass meine ganze Haut vor Mitleid brennt. Eine Mutter, die das Kind ans Kreuz hängt, ein Vater, der sich nachts auf das Kind drauflegt, andere Kinder, die es ausgrenzen – all das ist schon allein in der Fantasie schwer zu ertragen. Das einzig „Schöne“ an diesem Buch sind die kraftvollen Sprachbilder, die die Geschichte noch intensiver machen. Mir ist es teilweise einfach zu irre und zu anstrengend, aber ich ziehe den Hut vor Sophie Lagunas schmerzhaftem Kraftakt.

Wer soll’s lesen?

Wer starke Nerven hat.

Entdeckt habe ich das Buch vor einiger Zeit bei Flattersatz.

4 Gedanken zu “Sophie Laguna: Lichterloh

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